GLIOBLASTOM - Anni Hofmann Stiftung

Glioblastom

Ein Glioblastom ist ein aggressiver Hirntumor, der nach heutigem Wissen nicht heilbar ist und in wenigen Monaten nach der Diagnose zum Tod führt. Dieser Tumor tritt hauptsächlich bei Menschen in mittlerem Alter auf. Es wird vermutet, daß Menschen in jüngerem Alter durch die körpereigene Abwehr besser gegen die Entstehung dieses Tumors geschützt sind, doch dieser Schutz scheint im Alter verloren zu gehen.

Die Anni-Hofmann-Stiftung unterstützt ausschließlich die medizinische Forschung an Glioblastomen. Sie hat sich dabei zum Ziel gesetzt, diese körpereigenen Abwehrkräfte in ihrem Zusammenwirken zu erforschen, um diese zu regenerieren und zu stabilisieren.

Es gibt bereits medizinische Forschung auf diesem Gebiet, welche zur Hoffnung Anlass gibt, daß dieser Weg erfolgreich sein könnte. Die Anni-Hofmann-Stiftung  möchte mit ihrer Unterstützung dazu beitragen, diesen neuen vielversprechenden Ansatz der Forschung zu stärken.

Human Stem Cells

Im menschlichen Gehirn sind gewebsspezifische Stammzellen (vermutlich auch bis in das hohe Alter) erhalten. Vor Allem entlang der Hirnwasserkammern (und insbesondere am lateralen Ventrikel) befindet sich ein Areal, das sogenannte neurale Stamm- und Vorläuferzellen beherbergt. Die physiologische Bedeutung dieser gehirneigenen Stamm- und Vorläuferzellen ist (beim Menschen)  noch nicht aufgeklärt.

Tumorigenese

Eine neoplastische Entartung (durch genetische Mutation) der Stamm- und Vorläuferzellen entlang des lateralen Ventrikels bringt vermutlich die Tumore des Großhirns hervor.

Die meisten Mutationen betreffen Signaltransduktionswege, die das Wachstumsverhalten von Stamm- und Vorläuferzellen bestimmen. Hierdurch kommt es zu einer unkontrollierten Zellvermehrung.

Parenchym Interaktion

Die Gehirntumore (Gliome) Interagieren stark mit den umgebenden, gesunden Zellen des Gehirns (dem Gehirnparenchym).

Mit zunehmendem Wachstum initiieren die Gliome ihre eigene Blutversorgung (Angiogenese), sie besiedeln neue Gehirnareale (d.h. sie sind invasiv), sie unterdrücken aktiv das Immunsystem des Gehirns (und entgehen so den Angriffen der Immunzellen) und um zu wachsen zerstören sie umliegendes Gewebe.